Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
Heute, am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, wenden wir unseren Blick auf Maria, die von Gott von Anfang an “voll der Gnade” ist. In ihrem unbefleckten Herzen erkennen wir, dass Gott uns ein Leben in Freiheit, Gnade und Liebe schenken möchte – ein Leben, in dem wir aufgerufen sind, heilig zu sein. Maria erinnert uns daran, dass jeder von uns persönlich von Gott angesehen und geliebt wird. Ihr Blick ist der Blick des Vaters auf die Welt: aufmerksam, mitfühlend und voller Hoffnung. Auch in Momenten der Angst, der Einsamkeit oder der Schwäche lädt uns Maria ein, uns dem Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen und unser “Fiat” zusammen mit ihr sprechen können.
An diesem Tag danken wir Ihnen von Herzen für Ihr treues Gebet für die Priester. Ihr Gebet ist ein unsichtbares, aber wirksames Netz, das ihre Berufung stützt. Möge Maria, die Unbefleckt Empfangene, uns lehren, das Herz für Gottes Liebe zu öffnen, unser Leben dem Willen Gottes zu weihen und uns führen zu Christus, dem wahren Licht.
Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir den besonderen Schutz der Gottesmutter Maria und eine gnadenreiche Adventszeit!
“Lass dich nicht entmutigen!
Niemals werde ich dich verlassen,
mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein
und der Weg, der dich zu Gott führen wird.”
/Muttergottes zu Lucia in Fatima/
Heiliger des Monats Oktober: Hl. Caro Acutis
Carlo Acutis wurde am 3. Mai 1991 in London als Sohn italienischer Eltern geboren und wuchs in Mailand auf. Schon früh zeigte er eine tiefe Liebe zum Glauben, die ihm durch sein polnisches Kindermädchen vermittelt wurde. Mit sieben Jahren empfing er die Erstkommunion und entwickelte eine besondere Verehrung für die Eucharistie, die er als seine „Autobahn zum Himmel“ bezeichnete. Neben seinem Glauben war Carlo ein begeisterter Computerliebhaber. Er nutzte seine technischen Fähigkeiten, um eine Website zu erstellen, auf der er eucharistische Wunder aus aller Welt dokumentierte – ein frühes Beispiel dafür, wie Glaube und digitale Medien verbunden werden können. Trotz seines jungen Alters beeindruckte Carlo viele Menschen durch seine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und seinen unerschütterlichen Glauben. Im Jahr 2006 erkrankte er plötzlich an einer aggressiven Form von Leukämie und verstarb am 12. Oktober desselben Jahres im Alter von nur 15 Jahren in Monza. Seine tiefe Frömmigkeit und sein Beispiel eines modernen, glaubensstarken Jugendlichen führten dazu, dass er am 10. Oktober 2020 in Assisi seliggesprochen und schließlich am 7. September 2025 auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen wurde. Sein Gedenktag ist der 12. Oktober, der Tag seines Todes.
»Traurig ist, wer auf sich selbst schaut, glücklich ist, wer auf Gott schaut. Bekehrung ist nichts anderes, als den Blick von unten nach oben zu lenken, eine einfache Bewegung der Augen genügt« /hl. Carlo Acutis/
Heiliger des Monats September: Hl. Pater Pio von Pietrelcina
Francesco Forgione, später bekannt als Pater Pio, wurde am 25. Mai 1887 in Pietrelcina, Italien, geboren. Schon als Kind zeigte er eine außergewöhnliche Frömmigkeit. Mit 15 Jahren trat er in den Kapuzinerorden ein und wurde 1910 zum Priester geweiht.
Berühmt – und vielfach umstritten – wurde er durch die Stigmata, die er ab 1918 bis zu seinem Tod trug: die Wundmale Christi an Händen, Füßen und der Seite. Für Pater Pio waren sie kein Privileg, sondern eine tägliche Last – ein Ruf zur Sühne.
Pater Pio verbrachte unzählige Stunden im Beichtstuhl, oft bis zu 14 Stunden am Tag. Seine tiefste Sorge war die Rettung der Seelen – vor allem durch die Heiligkeit der Priester. Er selbst sagte: „Ich will Seelen – viele Seelen!“ Dabei betonte er immer wieder: Die Fruchtbarkeit des priesterlichen Wirkens wächst aus dem Kreuz heraus.
Trotz vieler innerer und äußerer Prüfungen blieb er dem Herrn treu bis zuletzt. Pater Pio starb am 23. September 1968. 2002 wurde er von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Sein Leben bleibt Mahnung und Trost: Das priesterliche Leben ist ein Opfer – aber eines, das Frucht bringt für die ganze Welt.
Heiliger des Monats Juli: Hl. Kaspar del Bufalo
Der hl. Kaspar del Bufalo wurde am 6. Januar 1786 in Rom geboren. Er war ein leidenschaftlicher Priester mit brennender Liebe zur Eucharistie und zum Kostbaren Blut Christi. Schon früh erkannte er, dass das Blut Jesu mehr ist als ein theologischer Begriff: Es ist das sichtbare Zeichen göttlicher Barmherzigkeit, das die Welt erlöst.
Kaspar gründete 1815 die Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut, mit dem Ziel, die Botschaft vom erlösenden Blut Jesu zu verkünden, besonders durch Volksmissionen und Priesterexerzitien. Für ihn war klar: Priester müssen nicht nur Verkünder, sondern Zeugen des Blutes Christi sein – durch Opferbereitschaft, Reinheit und unerschrockene Liebe.
„Wir können nicht ruhig vor uns hinleben,
wenn wir an die Millionen von Brüdern und Schwestern denken,
die, wenn auch durch das Blut Christi erlöst,
doch leben, ohne von der Liebe Gottes zu wissen.“
/hl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris Missio/
Heilige des Monats Juni: Hl. Margareta Maria Alacoque
Die heilige Margareta Maria Alacoque wurde am 22. Juli 1647 in Lhautecour, Frankreich, geboren. Schon als Kind erlebte sie tiefe geistliche Erfahrungen, litt aber auch unter Krankheit und familiären Schwierigkeiten. Mit 24 Jahren trat sie in das Kloster der Heimsuchung Mariens in Paray-le-Monial ein.
In einer Reihe von mystischen Visionen offenbarte sich ihr der Herr Jesus mit seinem durchbohrten Herzen, das brennend vor Liebe für die Menschheit ist – aber oft nicht geliebt wird. Margareta Maria wurde so zur wichtigsten Wegbereiterin der Herz-Jesu-Verehrung, wie wir sie heute kennen.
„Siehe hier das Herz, das die Menschen so sehr geliebt hat, dass es sich nicht schonte, sondern sich völlig hingab und verzehrte, um ihnen seine Liebe zu beweisen.“
/Jesus zur hl. Margareta Maria/
Margareta Maria starb am 17. Oktober 1690. 1920 wurde sie von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen. Ihre Botschaft bleibt: Die Liebe des Herzens Jesu ist nicht nur tröstend – sie ist formend, für jeden von uns, besonders auch für das priesterliche Leben.
„Heiligstes Herz,
ich erwähle Dich also zum einzigen Gegenstand meiner Liebe,
zum Beschützer meines Lebens,
zum Unterpfand meines Heiles,
zur Stütze meiner Schwachheit und Unbeständigkeit,
zum Sühneopfer für alle Sünden meines Lebens,
zu meiner sicheren Zuflucht in der Stunde des Todes.“
/Aus dem Weihegebet, Hl. Margareta Maria Alacoque /
Ruhe in Frieden lieber P. Michael
Gott, der barmherzige Vater, hat GR P. Michael (Josef) Schlatzer OFM am 19. April 2022, Dienstag der Osteroktav, im 67. Lebensjahr nach einem erfüllten Leben als Franziskaner und Priester zu sich in die ewige Heimat gerufen.
Josef Schlatzer wurde am 28. Juli 1955 als dritter von vier Söhnen in Ober Grafendorf (NÖ) geboren. Schon als Kind spürte Josef den innigen Wunsch, Priester zu werden. Deshalb schickten ihn seine Eltern nach Abschluss der Volksschule in das Bischöfliche Knabenseminar in Seitenstetten. In Maria Lanzendorf empfing er am 29. September 1974 aus den Händen von Provinzial P. Edmund Schinko das Kleid des hl. Franziskus, erhielt den Ordensnamen Michael und trat in die Wiener Franziskanerprovinz vom Hl. Bernhardin ein. P. Michael legte am 3. Oktober 1975 die Erstprofess und am 1. Oktober 1978 in Wien die Feierliche Profess ab. Ab Herbst 1975 besuchte er als Gasthörer Vorlesungen in Philosophie und Theologie an der Lehranstalt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz. Am 25. März 1979 wurde P. Michael in Frauenkirchen zum Diakon geweiht. Die Priesterweihe empfing er gemeinsam mit P. Andreas Siess am 29. Juni 1980 durch Bischof Stefan László in Eisenstadt. Nach der Priesterweihe konnte er für ein Jahr pastorale Erfahrungen als Kaplan sammeln. Im Herbst 1981 wurde er in das Franziskanerkloster Graz versetzt. Dort wirkte er als Rektor des Kleinen Seminars und als Berufswerber. Fünf Jahre später übersiedelte P. Michael nach Frauenkirchen. Dort wirkte er segensreich über einen langen Zeitraum als Kaplan, Hausoberer und Verantwortlicher für die Berufungspastoral. In Frauenkirchen war er in dieser Zeit auch Postulatsleiter. Aufgrund seines großen Einsatzes konnten Basilika und Kloster Frauenkirchen renoviert werden. 1999 brachte P. Michael indische Ordensfrauen ins Kloster Frauenkirchen. Die Joseph-Schwestern sind noch heute dort tätig. Weitere seelsorgliche Stationen waren die Pfarren Gols und Zöbing, Oggau a.N., Rust a.S. sowie Mörbisch. 2006 wurde P. Michael ins Kloster Eisenstadt versetzt, wo er Filialvikar, Ökonom, OFS-Assistent und Gefangenenseelsorger war. Im September 2018 übersiedelte er krankheitshalber zunächst in den Pfarrhof Pfaffstätten, der zum Stift Heiligenkreuz gehört, danach in ein zum Stift gehöriges Forsthaus in Heiligenkreuz.
Aus der Feder von P. Michael stammen die „Lustigen Abenteuer des Pater Pfiffig“, zwei Kochbücher und ein Kinderbuch über den hl. Francisco von Fatima.
Vom 3. Jänner 2000 bis zum 14. Dezember 2001 war er zudem Postulator in der Causa des Dieners Gottes P. Petrus Pavlicek.
Am 8. Dezember 2002 gründete er die „Gebetsgemeinschaft zur Heiligung der Priester“, zu der beinahe 20.000 Mitglieder gehören, und die er zusammen mit P. Ludwig Maria Trenker OCist leitete.
Im Jahr 2008 half er dem Stift Heiligenkreuz bei den Vorbereitungen für den Seligsprechungsprozess des Dieners Gottes Abt Karl Braunstorfer.
Für sein pastorales Wirken wurde P. Michael ausgezeichnet: 1998 wurde er Geistlicher Rat der Diözese Eisenstadt, nachdem er zuvor in viele Gremien der Diözese berufen worden war. Für seine Verdienste um Kloster und Basilika Frauenkirchen bekam er das kleine Ehrenzeichen des Landes Burgenland, das goldene Ehrenzeichen des Landes Burgenland sowie den goldenen Ehrenring der Stadtgemeinde Frauenkirchen.
Predigt beim Requiem von Pater Michael Schlatzer OFM in der Basilika Frauenkirchen
Besser beten, als nur nörgeln
Die hl. Theresia v. Lisieux erkannte früh den Sinn ihrer Berufung: Alles zu tun für die Heiligung der Priester.
In ihrem Sinn hat sich eine Gemeinschaft von 20.000 Gläubigen gebildet, in der jeder täglich für einen bestimmten Priester namentlich betet. Wie ein betender Schutzengel wollen sie für den Priester, der ihnen anvertraut wird, beten und Opfer bringen. Damit kein Priester „vergessen“ wird, gibt es eine Zentrale, in dem die Priester verzeichnet und ihre Vornamen an die Gebetsteilnehmer weitergegeben werden. (Aus Gründen der Diskretion und zum Schutz des Priesters wird nur dessen Vorname weitergegeben.)
Wir brauchen Priester, die ehrfürchtig die Sakramente spenden (besonders die hl. Messe und die hl. Beichte), die Menschen durch die unverkürzte Verkündigung der katholischen Lehre zu Jesus und zu seiner Kirche führen.
Ist nicht diese Gebetsgemeinschaft eine Alternative zu den vielen antikatholischen Initiativen und Plattformen, die das Weihepriestertum in Frage stellen?
Wenn sie mitbeten oder weitere Informationen wollen, lesen Sie hier weiter oder melden Sie sich gleich hier an.